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GeeBee Z (Hans Ries)

Seit Jahren bin ich ein Fan der Flugzeuge der Granville Brüder aus den 1930er Jahren, allgemein bekannt als "GeeBee´s". Semi-Scale Pläne aller von den Granvilles gebauten und geflogenen Muster habe ich im Maßstab 1:3 oder 1:4 verfügbar und dazu einige Bücher mit Photos und Hintergrundinformationen zu diesen damals sehr fortschrittlichen Flugmaschinen. Sie waren deutlich besser als ihr Ruf. 

 

In 2007 habe ich eine 1,5 m Version der Z von Hobby Hangar gebaut, die ich gegenüber dem Baukasten etwas mehrt in Richtung Original modifiziert habe. Da ich mit dem Verbrenner-Antrieb nicht zufrieden war, habe ich sie auf Elektroantrieb mit 4s1 LiPo umgerüstet. Mittlerweile bekomme ich auch die Landungen leidlich hin (Zauberwort "Schleppgas"). Da man so einen Flieger kaum auf den Modellflugplätzen sieht , wollte ich ihn im Maßstab ca. 1:3 und mit Verbrenner (DLE55) bauen. Das Fluggewicht sollte bei ca. 10 kg liegen.


Meine Wahl fiel auf eine Plan der Firma Wendell Hostetler, USA (Maßstab 1:3,3, Spannweite 2,10 m) sowie dem hiernach hergestellten Lasercut Baukasten von National Balsa, USA. Fahrwerksverkleidung, Motorhaube und Kabinenhaube müssen separat zugekauft oder selbst hergestellt werden (wofür ich mich entschieden habe). Bei weiteren Zulieferern müssen die Decals und das Fahrwerk sowie sämtliche Beschlagteile gekauft werden. Letztlich kommt so ein erkleckliches Sümmchen zusammen, das den Preis des Holzbaukastens als "eher nebensächlich" erscheinen lässt.

 

Im Holzbaukasten sind alle Holzteile incl. Leisten und Beplankung enthalten, die Qualität/Passgenauigkeit der Teile ist leider als eher mäßig zu bezeichnen. Auch der Plan lässt an einigen Stellen sehr zu wünschen übrig. So stimmen z.B. Seitenansicht und Draufsicht an vielen Stellen nicht überein, ein Spant für den Rumpfrücken war absolut falsch gezeichnet und die Ankerpunkte für die krafttragende Tragflächenabspannungen (Flywires) erschienen mir nicht geeignet, die beim Kunstflug zu erwartenden Lasten sicher aufzufangen. Ich verstehe auch nicht, wie man ein Fahrwerk für ein 10kg Modell mit Holzschrauben an Hartholzklötzen in der Fläche befestigen kann. Auch hier war also Umkonstruieren angesagt. Obwohl der Plan als Semi-Scale angeboten wird, fehlen viele wichtige Details. Ergo: Es gibt reichlich Bedarf für Änderungen und Verbesserungen, an denen sich ein Modellbauer so richtig austoben kann. Extrem wichtig, von mir aber leider zu spät bemerkt, wäre es gewesen, die Flächensteckung durch CFK-Rohre zu ersetzen, denn die im Bauplan benutzte aus Holz wäre in keinem Fall selbsttragend! Deshalb waren lastaufnehmende Flywires ein MUSS.

 

Ich habe mit dem Bau im Dezember 2014 begonnen und hoffte, dass die Maschine im Frühjahr 2016 ihren Erstflug absolvieren würde. Daraus wurde aber leider nichts :-( 

 

Update 12/2025: Es tut sich was! Immerhin ist die Grundlackierung drauf und die Haube ist lackiert. Nun beginnt das Warten auf die restlichen Details. Ob es in 2026 endlich was wird???

 

Motorflug, Segelflug, Chillen -

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